Déjà-vu: Von der Dotcom-Blase zur KI-Revolution

Written by Thomas Becker | AI | Digital Transformation | Strategy & Innovation

About the author

Thomas Becker writes about digital transformation, AI and industrial strategy.
He is the founder of Kapitel D and Cipacto and co-founder of Kabel New Media Wien.
Thomas Becker supports companies in coping with disruptive change..

Um die Jahr­tau­send­wen­de war ich Co-Foun­der einer der ers­ten Digi­ta­l­agen­tu­ren in Wien – ent­sandt aus Ham­burg, als Leih­ga­be der ers­ten bör­sen­no­tier­ten deut­schen Inter­net­agen­tur. Das Inter­net war der hei­ße Scheiß. Jeder sprach dar­über – auch wenn offen­kun­dig nicht jeder wuss­te, wovon er (oder sie) rede­te.

Die Bla­se begann bereits zu plat­zen. Das Tal der Des­il­lu­sio­nie­rung war sicht­bar. Wer nicht ver­stand, was jen­seits von Bör­sen­be­wer­tun­gen pas­sier­te, fühl­te sich in sei­ner Skep­sis bestä­tigt. Und wie so oft rede­ten gera­de die am lau­tes­ten, die am wenigs­ten ver­stan­den.

Heu­te fühlt sich das alles selt­sam ver­traut an. Der neue Hype heißt: KI.

Die glei­chen Mus­ter: Eupho­rie, Angst, Hys­te­rie. Und wie­der eine Flut neu geba­cke­ner „Exper­ten“. Die Kako­pho­nie aus Buz­zwords, Tools, For­ma­ten ist über­wäl­ti­gend.

Das Inter­net war natür­lich auch ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­the­ma – vor allem aber war ein Para­dig­men­wech­sel für Geschäfts­mo­del­le, Pro­zes­se, Unter­neh­mens­struk­tu­ren. Die Feh­ler von damals soll­ten für KI eine Leh­re sein.


Warum ich ChatGPT, Midjourney und Notion AI verwende

Weil sie so tren­dy sind wie Labu­bus?
Oder weil sie sich zu ech­ten Busi­ness-Werk­zeu­gen ent­wi­ckelt haben?

Für mich ist es Letz­te­res.

Wer KI im Unter­neh­men ernst­haft nut­zen will, muss sich einer unbe­que­men, aber ent­schei­den­den Fra­ge stel­len:

Wie digi­tal ist mein Unter­neh­men wirk­lich?
Oder in Buz­zword-Deutsch: Wie steht es um unse­re Digi­tal Rea­di­ness?


Der große Elchtest: Erinnern Sie sich an Covid?

Covid war der ers­te ech­te Här­te­test für die digi­ta­le Sub­stanz von Unter­neh­men – und die­ser Test war gna­den­los.

Man­che Betrie­be arbei­te­ten pro­blem­los remo­te. Ande­re schei­ter­ten an Dru­ckern und Fax­ge­rä­ten.
Staat­li­che Hil­fen kaschier­ten die Schwä­chen – behe­ben konn­ten sie sie nicht.

Ein zen­tra­ler Grund für vie­le heu­ti­ge Schief­la­gen liegt genau hier:
feh­len­de digi­ta­le Rei­fe.

Und neben­bei: Die Unter­schie­de zwi­schen den USA und Euro­pa in Bezug auf Digi­ta­li­sie­rung und digi­ta­le Geschäfts­mo­del­le wur­den sel­ten so sicht­bar wie damals.


Wozu eigentlich KI?

Was genau wol­len Sie mit KI errei­chen, wenn Ihre E‑Mails noch aus­ge­druckt wer­den?

In den 1990ern instal­lier­ten vie­le Unter­neh­men sünd­haft teu­re CMS-Sys­te­me – nur um sie wie Word zu benut­zen. Die Klü­ge­ren erkann­ten: Es ging nie ums Tool. Es ging um einen Para­dig­men­wech­sel.


Ein Wendepunkt – wieder einmal

Wir ste­hen heu­te an einem ähn­li­chen Punkt wie damals – nur grö­ßer.

Und auch dies­mal betrifft der Wan­del das gesam­te Unter­neh­men: Pro­zes­se, Geschäfts­mo­del­le, Pro­duk­te – alles, mit expo­nen­ti­el­ler Geschwin­dig­keit.

Drei Fra­gen, die sich jedem Unter­neh­men stel­len:

1. Wie sieht unse­re digi­ta­le Basis aus?

2. Wo sehen wir Chan­cen, die uns KI brin­gen könn­te?

3. Wel­che Risi­ken birgt KI für unser Geschäfts­modell?

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